Previous Next

Einige Dinge, die Sie unbedingt wissen sollten:

Sicher haben Sie viele Fragen zu den Implantaten, dem Verfahren der Dezellularisierung, der Operation und der Zeit danach. Einige davon haben wir hier für Sie zusammengestellt. Alle weiteren sollten Sie persönlich mit uns oder Ihrem Kardiologen besprechen.      

 

Allgemeine Fragen

 

Was ist Dezellularisierung?

Alle tierisch und menschlichen Gewebe bestehen aus einer Stützstruktur (überwiegend Kollagen und Elastin) und Zellen. Das Stützgewebe, das die Stabilität garantiert, ist entwicklungsgeschichtlich sehr alt und unterscheidet sich nur geringfügig zwischen Mensch und Tier. Im Gegensatz dazu unterscheiden sich tierische und menschliche Zellen erheblich. Aus diesem Grund werden bei der Dezellularisierung nur die Zellen entfernt, das Stützgewebe bleibt jedoch unverändert erhalten.

Wird das dezellularisierte Gewebe abgestoßen?

Da alle tierischen Zellen entfernt wurden, wird das Auto Tissue Gewebe nicht abgestoßen und erfordert keine Medikamente zur Immunsuppression.

Verkalkt das dezellularisierte Gewebe?

Das Verfahren der Dezellularisierung unterscheidet sich grundlegend von allen anderen Techniken zur Behandlung von tierischem Gewebe für den Einsatz im Menschen (z.B. die Verwendung von Glutaraldehyd). Dadurch kommt es nicht zu den sonst üblichen Verkalkungen und Schrumpfungen des Implantates.

Ist die Einnahme von Medikamenten zur Blutverdünnung erforderlich?

Die Einnahme von Medikamenten zur Blutverdünnung ist nur in den ersten 3 bis 6 Monaten nach der Operation erforderlich.

 

Fragen zur Matrix P™ plus N

 

Für wen ist die Matrix P™ plus N geeignet?

Die Matrix P™ plus N ist prinzipiell für alle Patientengruppen mit entsprechender medizinischer Indikation geeignet, unabhängig von Geschlecht oder Alter – vom Neugeborenen bis zum Erwachsenen.

Bei welcher Indikation kann die Matrix P™ plus N eingesetzt werden?

Die Matrix P™ plus N wird bei angeborenen oder erworbenen Schädigungen der Pulmonalklappe eingesetzt.

Ist Matrix P™ plus N auch bei Schädigungen der Aortenklappe einsetzbar?

Indirekt. Im Rahmen der „Ross-Operation“ wird die geschädigte Aortenklappe durch die gesunde Pulmonalklappe ersetzt. Diese wiederum kann durch die Matrix P™ plus N ersetzt werden.

Muss ich mit regelmäßigen Nachoperationen rechnen?

Grundsätzlich lassen sich Folgeoperationen nie ganz ausschließen. Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit gering. Das Prinzip der Dezellularisierung verhindert Verkalkung und Abstoßung, die Matrix zeigt zudem Wachstumspotenzial. Funktions- oder wachstumsbedingte Nachoperationen sind im Vergleich zu anderen Verfahren daher deutlich seltener erforderlich.

Wie lange dauert die Rehabilitation nach der Operation?

Der chirurgische Ersatz einer Pulmonalklappe erfordert in der Regel den Einsatz der Herz-Lungen-Maschine und ist damit ein invasiver Eingriff, von dem sich die Patienten aber häufig relativ schnell erholen.

Muss ich mit sonstigen Einschränkungen im Alltag rechnen?

In jedem Fall bringt die Operation einen erheblichen Gewinn an Lebensqualität mit sich. Der Alltag ist besser zu bewältigen als vorher. In vielen Fällen ist sogar Sport möglich. Die Entscheidung darüber sollte aber der Arzt treffen. 

Werden die Kosten für die Matrix P™ plus N von den Kassen übernommen?

Ja. Alle privaten und gesetzlichen Krankenkassen übernehmen sämtliche Kosten.

In welchen Kliniken wird die Matrix P™ plus N eingesetzt?

Auto Tissue Implantate werden von Spezialisten in ganz Europa eingesetzt. Wir nennen Ihnen auf Anfrage eine Klinik in Ihrer Nähe.

Wo kann ich mich weiter informieren?

Ihr erster Ansprechpartner sollte Ihr Kardiologe sein. Nur er kann entscheiden, ob die Indikation für den Einsatz einer Matrix P™ plus N gegeben ist. Bei allgemeinen Fragen zum Produkt und den Vorteilen der Dezellularisierung können Sie sich auch direkt an uns wenden.